porträt

Bereits mit 8 Jahren besuchte ich zum ersten Mal ein Schwingtraining und war sofort begeistert von diesem Sport. Ab sofort trainierte ich regelmässig im Schwingkeller meines Schwingklubs Oberdiessbach. Nach einer erfolgreichen Jungschwinger Karriere mit über 100 Zweigen erkämpfte ich mit 17 Jahren meinen ersten Kranz am Mittelländischen Schwingfest 2002 in Niederscherli. 

 

Eidgenosse mit 19 Jahren

Mit 19 erfüllte ich mir einen Bubentraum und belegte am Eidgenössischen Schwingfest in Luzern den 11. Rang und war somit Eidgenosse. Sechs Jahre später erreichte ich den 4. Rang. Leider war meine Schwinger Laufbahn auch durch viel Verletzungspech geprägt. Mit 17 und 20 Jahren riss ich mir zweimal ein Kreuzband am Knie. Mit 21 und 22 renkte ich jeweils die Kniescheibe am linken Knie aus, was wiederum zu operativen Eingriffen führte und mich für längere Zeit zu einer Pause zwang. Durch diese Verletzung verpasste ich auch das Eidgenössische 2007 in Aarau und konnte so den 3 Jahre zuvor erkämpften Kranz nicht bestätigen.

 

Es war nicht immer einfach, mich nach solchen Verletzungen wieder aufzuraffen, doch mein gutes Umfeld half mir, dass ich mich nach  jeder Verletzung wieder zurückkämpfen konnte. Im Nachhinein zeigte sich, dass diese Verletzungen wichtige Prüfsteine für mich waren, ich wurde viel ruhiger und überdachter und stellte fest, wie gut es ist, gesund zu sein. 

 

Nichts ist selbstverständlich. Nach jedem Unfall versuchte ich, stärker zurückzukehren als ich aufgehört habe, was mir meistens gelang. Die grösste Genugtuung erlebte ich nach meinem langen Leidensweg im 2008 auf der Schwägalp, als ich am Fusse des Säntis diesen prestigeprächtigen Bergschwinget als erster Berner Schwinger gewinnen konnte. Auf diesen Sonntag blicke ich heute noch stolz zurück.

 

Im 2009 dann wieder ein Rückschlag, durch eine Fussgelenkverletzung verpasste ich fast die ganze Saison. 

 

Persönlicher Coach beigezogen

Im Jahr 2010 suchte ich mir einen persönlichen Coach und wurde fündig mit Thomas Stauffer, einem Spezialisten für Kondition/Ausdauertraining. Seither trainiere ich nach seinen Methoden und konnte die Verletzbarkeit meines Körpers gut eindämmen. Ein Schwinger muss heute ein Topathlet sein, wenn er eine Chance haben will, vorne dabei zu sein.

 

8 - 10 Stunden wöchentliches Training

Mit wöchentlich 8 - 10 Stunden Training betreibe ich einen mit Spitzensportlern vergleichbaren Aufwand. Mein Trainer hat für mich ein massgeschneidertes Trainingsprogramm erarbeitet. Am Eidg. Schwingfest in Burgdorf 2013 konnte ich mein Ziel, der dritte Eidg. Kranz, nicht realisieren. Ich verletzte mich an der linken Schulter, damit fiel ich aus der Entscheidung um den Kranzgewinn. Fünf Tage nach Burgdorf wurde meine Schulter operiert. In Estavayer-le-Lac im Jahr 2016 konnte ich dann  meinen dritten Eidg. Kranz feiern. Mit dem Stoos-/Innerschweizerischen Kranz konnte ich meine Kranzsammlung im Jahr 2014 komplettieren und ich bin nun im Besitz aller Berg-/Teilverbandskränze, worüber ich sehr stolz bin. Nun ist mein Fernziel das Jahr 2019, wo ich in Zug den vierten Eidg. Kranzgewinn anstrebe.